TG Hamann
18 1 3

Coordenadas 88

Fecha de subida 19 de abril de 2016

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76 m
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2,06 km

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preto de Stadthagen, Niedersachsen (Deutschland)

In Stadthagen gibt es heutzutage noch viele Gebäude die sogar mehrere Jahrhunderte überstanden haben. Der Betrachter erkennt sie an den alten Baustrukturen, obwohl die meisten davon nun als moderne Geschäfte dienen. Einige dieser Gebäude zählen aber zu besonders kulturellem Gut der Stadt Stadthagen und stehen unter „Denkmalschutz“. Ein Gebäude, welches unter Denkmalschutz steht, darf nicht verfälscht, beschädigt, beeinträchtigt oder zerstört werden und ist Teil des Kulturgutschutzes.
Der Konflikt besteht darin, dass es viele Vorschläge zum Abriss solche Gebäude gibt um dort neue Gebäude zu errichten, welche moderner und nützlicher sind. Das niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege versucht hingegen den kulturellen Wert dieser Gebäude zu erhalten.
Aber sollte man nicht denkmalgeschützde Häuser in Ruhe lassen? Und was für ein Profit könnte der Abriss solcher Gebäude überhaupt bringen? Diese Fragen versuchen wir ihnen in dem folgendem Stadtrundgang zu beantworten.
Ich hoffe sie haben einen angenehmen Aufenthalt und ihre Meinung ist in den Kommentaren immer willkommen.
parquing

Kreft-Häuser

Wenn es nach den Wünschen eines Investors geht, sollen in der Altstadt von Stadthagen für die Erweiterung eines Parkplatzes demnächst zwei historische Bürgerhäuser abgebrochen werden. Es handelt sich um die Häuser KlosterstraßeNr. 36 und 37.In beiden Fällen handelt es sich um Fachwerk Dielenhäuser. Frage: Wie wirken die Häuser auf euch? Passen die Häuser in die Umgebung? Nr. 36 soll um 1600 entstanden sein und gehört damit noch zum ältesten Baubestand des Ortes. Etwas jünger ist das Nachbarhaus Nr. 37, das 1638 errichtet wurde. Letzteres ist ein zweigeschossiger Fachwerkbau mit Krüppelwalmdach, der an der Frontseite leider durch Asbestplatten verunstaltet ist. In der ersten Hälfte des 19. Jh. dürfte die Fassade umgebaut worden sein . Hinter der Verkleidung dürfte sich noch ein Fachwerk befinden. Interessant ist die Rückseite des Gebäudes. Aufgabe: Vor dem betrachen der Rückseite sollen sie sich Vorstellen wie die Rückseite aussehen könnte. Aufgabe: Was fällt ihnen auf ? Deutlich zu erkennen ist der hintere, durch einen steinernen Sockel erhöhte Bereich des Hauses. Hier befand sich vermutlich ein unterkellerter Saal. Solche Saalbauten fanden sich in den meisten größeren Bürgerhäusern des Weserraumes. Ob das Haus wirklich erst von 1638 stammt, müsste eine genaue Untersuchung ergeben, da man früher immer ältere Bauteile wiederverwendet hat. Es ist ein altes Brauhaus, das laut Balkeninschrift 1743 errichtet wurde. Das für den Weserraum typische, zweigeschossige Dielenhaus ist im Gegensatz zu vielenanderen Fachwerkbauten der Stadt außergewöhnlich gut erhalten. Da kein Ladeneinbau vorgenommen wurde, ist das Fachwerk in allen Geschossen ungestört erhalten und auch die Aufteilung des Inneren mit seiner hohen Diele dürfte im Laufe der Zeit kaum verändert worden sein. Angeblich steht es nicht unter Denkmalschutz, was aufgrund des guten Zustandes doch sehr verwunderlich ist. ihr Zustand und ihre Zukunft sorgen immer wieder für lebhafte Diskussionen. Das Stadthäger Stadtbild ist geprägt von mehr oder minder prächtigen Fachwerk- und Renaissancebauten. Sie einfach abzureißen und durch Neubauten zu ersetzen ist für Karl-Heinz Wittenberg von der Unteren Denkmalschutzbehörde keine Option. Aus Sicht von Wittenberg ist es bedauerlich, weil dadurch ein Stück Stadtgeschichte verloren geht, wenn man historische Häuser zerstört um Neubau herzustellen. Eigentümer denkmalgeschützter Immobilien haben oft Angst vor den Kosten“, weiß Wittenberg. Dabei gäbe es vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten für eine Sanierung. Als Beispiel nennt Wittenberg Fachwerkhäuser an der Klosterstraße. „Die Balken sind nicht verfault, sie sind nicht einsturzgefährdet und entsprechend des Denkmalschutzes gut erhalten.“ Eigentümer Günter Kreft sieht das anders. Er will sie abreißen, um dort zusätzliche Parkplätze zu bauen. Die Stadt machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Man müsse sich der Zeit in gewissem Rahmen anpassen, sagte Kreft . Sonst sehe es in Stadthagen in 50 Jahren aus wie in Obernkirchen. Die Ratsmitglieder von SPD und Grünen stehen nach Auskunft ihres Vorsitzenden gegen den Abriss der Häuser. Die CDU-Fraktion wird nach den Worten ihres Sprechers Heiko Tadge für den Abriss seien. Mit einem Abrissverbot werde „lediglich ein unbefriedigender Zustand zementiert, da es unwirtschaftlich für den Eigentümer wäre, an den Gebäuden etwas zu tun“. Aufgabe: Was sagt ihr dazu?, sollen die Häuser abgerissen werden ,oder nicht?.
refugio

Häuser Nordwall

Die Häuser am Nordwall sind ein gutes Beispiel für die Diskussion um den Denkmalschutz. Diese Häuser hatten immer wieder den Besitzer gewechselt. Die letzten Besitzer der Häuser verkauften zwischen den 70ern und 80ern die Häuser an die Stadtverwaltung. Von damals bis heute an wurden diese Häuser in der Krummen Straße zu denkmalgeschützten Gebäuden erklärt und sind von niemanden bewohnt oder benutzt. Doch es war und ist noch geplant diese Häuser bewohnbar zu machen oder abzureißen um neue Häuser dort hin zu bauen. Dazu wurde ein Wettbewerb für Architekten veranstaltet. Die Architekten sollten eine neue Sanierung und Umgestaltung der Häuser planen. Eine von der Verwaltung in Absprache mit der Architektenkammer Niedersachsen bestimmte Jury sollte über den besten Vorschlag entscheiden. Gewonnen wurde der Wettbewerb von dem Stuttgarter Architektenbüro Steimle. Das vorgeschlagene und am besten bewertete Modell finden sie auf dem unteren Bild. Doch dieser Vorschlag kann erst angenommen werden wenn es in Rahmen der Finanziellen Möglichkeiten der Kreiswohnungsbaugesellschaft ist. Dies trifft aber nicht zu. Wohnbau-Geschäftsführer Heinz-Helmut Steege erklärt das Projekt für nicht umsetzbar. Da die Gesamtkosten erstens zu hoch seien und damit nicht zu bezahlen ist , wäre zusätzlich der Mietpreis für potenzielle Mieter unattraktiv und niemand würde dort wohnen wollen. Steimle versucht das Projekt für die ferne Zukunft dennoch aufrecht zu erhalten. Wie ihr vermutlich gemerkt habt sind die Häuser, auf die ihr gerade geschaut habt, moderner, neuer, bewirtschaftet und bewohnt. Wenn man aber einen der Bewohner dieser Straße fragt, was es mit den herunter gekommenen Häusern auf sich hat, kann einem diese Frage nicht beantwortet werden. Aber wie können solche Häuser in Vergessenheit geraten, wo man sie doch jeden Tag sieht? Waren sie mal besonders und tragen sie zur Kultur Stadthagen bei?
Ruinas

Bahnhofshotel Kaufhold

Dieses seit jahrzehnten unbewohnte Gebäude (Anno 1865) ist ein ehemaliges Hotel der Familie Kaufhold und steht unter Denkmalschutz. „Geschichtlich sollte erwähnt sein, dass Wilhelm Busch in der Gaststube gern ‘mal einen Schnaps getrunken haben soll und davor öfter auf seine Postkutsche nach Wiedensahl gewartet hat“. Wer das Bahnhofshotel heute betritt, reist in der Zeit zurück. Die Gegenwart hat dort nie einen Fuß gefasst. Im Keller liegen Kohleschaufel und Bollerwagen aus der Zeit der Jahrhundertwende und in der Küche hängt ein Kalender von 1991. Materiell wirklich wertvoll ist nichts davon, als Zeugen der Vergangenheit allerdings haben die Gegenstände sicher nicht nur für Nostalgiker einen hohen ideellen Wert.

Comentarios

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